Ein riesiger, frischer Weißkohl wurde heute in unserer Küche verarbeitet. Es gab Schmorkohl. Das Rezept habe ich von meiner Oma und es erinnert mich immer sehr an zu Hause. An die alten Zeiten, in denen man seine Großeltern besucht hat und alle zusammen am Tisch (s)aßen, der Platz nicht ausreichte, alle zusammengequetscht auf dem Sofa hingen und sogar noch ein kleiner, unbequemer Hocker dazugeholt werden musste. Das habe ich so geliebt. Besser jedenfalls, als bei manch´ anderen Familienzusammenkünften. Da gab es oft einen Tisch für die Erwachsenen und einen für die Kinder. Das mochte ich gar nicht so.

Zurück zum Eigentlichen, dem Rezept.

Zutaten für 4 Portionen:

1 großer Weißkohl, 1 rote Paprika, 1 Zucchini, 3 Zwiebeln, 3 Knoblauchzehen, 1-2 TL Salz, Pfeffer nach Bedarf, 2-3 EL Gemüsebrühe, 2-3 TL Kümmel gemahlen, 2 EL Tomatenmark, frischer Kümmel (wer mag), 1/2 TL geräuchertes Paprikapulver, 1/2 Liter Wasser, Beilage (bei mir gab es Reis, eigentlich sind Salzkartoffeln DIE Beilage)

Zubereitung:

Den Kohl fein schneiden in Stückchen oder Streifen, Parprika, Zucchini und Zwiebel auch in kleine Streifen, Stücke oder wie gewünscht schneiden. Etwas Öl zum Anbraten in  die Pfanne und mit der Zwiebel beginnen. Dann nach und nach den Weißkohl hinzufügen und kräftig anbraten.

Hier kommt es wieder drauf an, wie angebraten man den Kohl mag. Manche lassen ihn stellenweise sogar schwarz werden. Mir reicht es ein bisschen angebräunt.

Das restliche Gemüse und den Knoblauch dazugeben und weitere 3-5 Minuten anbraten. Jetzt die Gewürze und das Tomatenmark dazugeben, sowie einen halben Liter Wasser.

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Dann kann das ganze ruhig bis zu einer Stunde schmoren. Mir ist die Soße leider sehr dünn geworden, weil der Kohl so frisch war und viel Wasser gegeben hat. Man kann es in einem solchen Fall einfach mit offenem Deckel noch eine Weile kochen lassen oder die Soße andicken (Mehlschwitze, Johannisbrotkernmehl…) oder aber man isst es so 🙂

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Am Ende nochmal mit Salz und Pfeffer anschmecken. Im besten Fall hat man nebenbei die Beilage gekocht und kann nun den Schmorkohl genießen. Guten Appetit!

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